Die Entwicklung des Schmucks
Bereits in der Steinzeit verschönerten sich die Menschen mit Schmuck aus Schneckengehäuse, Perlen, Muscheln oder organische Stoffe wie Tierzähne. Schon in dieser Zeit wurde auch gleichzeitig der Sinn für Kunst entwickelt. Ein weiteres Schmuckstück war der Bernstein, der zu dem ältesten Schmuckstein gehört. Einige altägyptische Objekte sind mehr als 600 Jahre alt. Die ersten schriftlichen Quellen über den Bernstein, stammen aus Ägypten. Nach der Geschichte wurden zuerst Skulpturen und Schmuck aus besagtem gefertigt. Man schrieb dem Bernstein magische Kräfte zu, Amulette und Talismanen wurden angefertigt. Jedoch nicht nur Bernstein wurde zu diesen Schmuckstücken verarbeitet, sondern auch Naturprodukte, Steine, Metall und Ton. In Ägypten sowie in Afrika wurde der Schmuck nicht als Sinn des Schönen getragen, sonder stand er im Zusammenhang mit Magie und Religion. Aus Gold und Kupfer wurden 4000 v. Chr. Grabstätten gefunden. Diese alten Funde sind sehr selten. Auch Irland war reich an Goldvorrat, das Gold wurde einfach aus dem Flusssand ausgewaschen, dies förderte die Goldschmiedekunst. Gefragt waren Nackenringe, sie bestanden aus einer großen Scheibe die mit einem Kreuz im Zentrum verziert waren und auf die Kleidung aufgenäht wurden. Auch in England wurden diese Schmuckstücke gefunden. Später wird Bronze und Kupfer entdeckt. Funde belegen das Kupfer 5000v. Ch. in Vorderasien in Verwendung war. Das Metall wurde mit den gleichen Methoden bearbeitet wie damals die Steine. Die Verarbeitungsmöglichkeiten von Kupfer und Bronze waren groß, und so wurden Spiralröllchen, Plättchen, Metallperlen, Ringe und Scheiben angefertigt. Weiter im Mittelalter hatte der Schmuck wenig Bedeutung. Die Goldschmiedekunst stand vornehmlich im Dienste der Kirche. Es wurden die ersten Steine zu Schmuck verarbeitet, dazu gehörte der Bergkristall, Amethyst, Granat, Koralle, Lapislazuli, Perlen, Türkis, Smaragd, Granat und weiterhin der Bernstein. Der wunderschöne Bernstein wurde damals „Sonnenstein“ genannt, wegen seiner Farbe und Brennbarkeit. Nur der Adel durfte die edelsten Steine tragen, sie bedeuteten Macht und Stärke. Besonders gerne getragen wurde der Amulettring. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Schmuck ein wichtiger Bestandteil modischer Kleidung. Edle Kleidung aus Samt oder Seide waren verziert mit Perlen oder funkelnden Edelsteinen. Während des 17. und 18. Jahrhunderts waren Edelsteine von großer Beliebtheit, neue und weiterentwickelte Schleifverfahren sorgten für mehr Leuchtkraft der Kostbarkeitem. Zu dieser Zeit waren Ringe, Diademe und Broschen von großer Bedeutung. Auch weniger kostspieliger Schmuck wurde getragen, neben Gold wurden Legierungen, Stahl, Gusseisen, Glaspaste für Edelsteine – Imitationen, zu Ringen, Armreifen, Broschen und Ketten verarbeitet. Weiter entwickelte sich der Schmuck bis hin zum 19. Jahrhundert in andere Schmuckformen. z. B. der Trauer- und Gelenkschmuck. Dieser war in allen Ländern Europas zu finden. Im 19. Jahrhundert war die Technik so weit entwickelt, das Stanzen und Pressen zur Verarbeitung des Schmuckes zur Verfügung standen. Durch die Rationalisierung konnte der Schmuck preiswert auf dem weltweiten Markt verkauft werden. Doch auch weiterhin wurden organische Stoffe benutzt, beim Trauer- und Freundschaftsring wurden menschliche Haare mit verarbeitet. Schon damals wurden unedle Materialien hauchdünn mit Gold überzogen, Perlen wurden mit Sand gefüllt, um Material zu sparen. Es herrschte ein reger Handel weltweit mit falschen Steinen. Dabei verfeinerte sich die Technik zur Modeschmuckherstellung, und durch die Weiterentwicklung, wird heute nickelfreier überzogener Gold- und Silberschmuck angeboten, denn die mit Nickel verarbeiteten Schmückstücke führen oft zu Hautreaktionen. Silber wird von Menschen seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. zu Schmuckstücken verarbeitet und getragen. Zeitweise war Silber wertvoller als Gold. Das Silber wurde meistens in den Minen von Athen abgebaut. Goldschmuck wird auch heute noch auf dem Markt hoch gehandelt, je mehr Goldanteil, umso teurer wird das Schmuckstück. Ob Ringe, Ketten, Broschen, Ohrringe, die Entwicklung ging von Jahrhundert zu Jahrhundert weiter, auch heute ist Schmuck von großer Bedeutung. Eines der reichsten Schmuckkulturen in den letzten 5000 Jahren hat sich in Indien entwickelt, auch zu der heutigen Zeit werden wunderschöne Stücke dort hergestellt. Ob Modeschmuck, Goldschmuck, Silberschmuck, aus Titan oder Edelstahl, mit Perlen oder Steine besetzt, auch heute zählt Schmuck zu etwas Besonderem und wird immer wieder von jeder Altersklasse getragen.
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